Die Mauritiuskirche

Die Mauritiuskirche

Die Mauritiuskirche steht im Ortsteil Sindlingen. Er ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Jettingen, mit weniger als hundert Einwohnern. Das Ortsbild wird geprägt vom Schloss und von den zahlreichen land- wirtschaftlichen Fachwerkgebäuden. Besonderheiten in Sindlingen sind neben dem Schloss die Mauritiuskirche und der kleine Friedhof.

Die kleine Mauritiuskrche wird 1275 erstmals erwähnt. Der jetzige Bau stammt vermutlich aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Die gegenwärtige Gestaltung des Innenraums mit der schönen Barock-Stuckdecke geht auf das späte 18. Jahrhundert zurück. Seit 1926 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Fünf Grabsteine ehemaliger adliger Besitzer von Sindlingen sind in die nördliche Seitenwand eingelassen. In der Nische vor dem südlichen Fenster steht eine Büste der württembergischen Herzogin Franziska von Hohenheim, der berühmtesten Besitzerin von Sindlingen. Im östlichen Chorfenster befindet sich ein nur hier zu sehendes kleines Allianz-Wappen, das das württembergische Landeswappen mit dem Wappen von Hohenheim kombiniert.

Seit 1954 ist die Mauritiuskirche im Besitz der Evangelischen Kirchengemeinde Unterjettingen. Eine geringfügige Renovierung fand 1958 statt, eine umfangreichere 1978/79. Die Kirche hat 58 Sitzplätze. Einmal monatlich, sowie zusätzlich an besonderen Feiertagen, finden in der Mauritiuskirche unsere Spätaufsteher-Gottesdienste statt. Darüber hinaus gibt es gelegentlich Trauungen und Taufen.

 

Auf dem kleinen Friedhof von Sindlingen ist der württembergische Pietist Johann Michael Hahn bestattet. Das Schloss Sindlingen wird heute als Reiterhof mit Hotel und Gastwirtschaft geführt.

 

Impressionen finden Sie hier.