Franziska von Hohenheim

Franziska von Hohenheim

Franziska von Hohenheim (10.1.1748 - 1.1.1811) war die berühmteste Besitzerin von Sindlingen. Sie besaß dieses Gut seit 1782. In der Geschichte des Herzogtums Württemberg ist sie berühmt geworden als Mätresse und spätere (ab 1783) Ehefrau des Herzogs Carl Eugen von Württemberg (Regent 1737 - 1793). Ihrem Einfluss ist es zu verdanken, dass der zuvor absolutistische und rücksichtslose Herzog sich zu einem Menschen wandelte, der sich um das Wohlergehen seiner Untertanen sorgte. Franziska und Herzog Carl Eugen lebten auf Schloss Hohenheim   (heute Stadtteil von Stuttgart). In Sindlingen verbrachte sie den ersten Teil ihres Witwenstandes, bevor sie dann endgültig in das Schloss von Kirchheim/Teck zog. Wegen Ihrer Wohltätigkeit und ihres guten Einflusses auf Herzog Carl Eugen wurde sie auch als "Guter Engel Württembergs" bezeichnet. Franziska gilt als eine Frau, die aus ihrem Glauben heraus in besonderer Weise Nächstenliebe gelebt hat.

 

Unter Franziska von Hohenheim fand der württembergische Pietist und Theosoph Michael Hahn (1758 - 1819) aus Altdorf bei Böblingen Aufnahme in Sindlingen. Er wurde wegen seiner religiösen Anschauungen von der württembergischen Kirchenleitung verfolgt. Franziska gewährte im Wohnrecht in Sindlingen, und damit außerhalb des Herzogtums Württemberg, da Sindlingen eine kleine reichsunmittelbare Herrschaft war.

 

Schloss Hohenheim (links) und das alte Sindlingen (rechts)