Johann Michael Hahn

Grab von Joh. Michael Hahn

Johann Michael Hahn (geb. am 2.2.1758 in Altdorf bei Böblingen, gest. am 20.1.1819 in Sindlingen) war ein zu damaliger Zeit außerordentlich bekannter Theosoph und Pietist.

Von der Kirchenleitung des Herzogtums Württemberg wurde er wegen seiner besonderen religiösen Anschauungen verfolgt. Franziska von Hohenheim nahm ihn 1794 in Sindlingen auf. Sindlingen war zwar ringsum vom Herzogtum Württemberg umgeben, aber doch reichsunmittelbar. So konnte Michael Hahn hier unter dem Schutz Franziskas ungehindert wirken.

Er entfaltete von Sindlingen aus eine weit in das Herzogtum Württemberg hineinwirkende theologische und seelsorgerliche Tätigkeit. Zahlreiche Menschen strömten von weit her zu seinen "Erbauungsstunden".

Er ist der Gründer der "Michael Hahn´schen Gemeinschaft" geworden, einer klassischen Gemeinschaft des Pietismus in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Im Bereich der Landeskirche gibt es etwa 300 örtliche, zumeist kleine Michael Hahn´sche Gemeinschaften. Die Mitglieder dieser Gemeinschaften wirken ohne großes Aufsehen in der Stille und halten sich zu den örtlichen Kirchengemeinden.

Eine dieser Gemeinschaften ist auch in Unterjettingen zu finden und wird von Personen aus Oberjettingen und Unterjettingen besucht. Das Haus dieser Gemeinschaft steht in der Oberjettinger Straße 9 (Tel. 07452 / 7380).

 

Auf dem Grabstein (s.o.) auf dem Friedhof in Sindlingen ist zu lesen:

 

"Aus Gott geboren, In Jesu gestorben, 

Mit dem Heiligen Geiste versiegelt, Ruhet allhier

Joh. Michael Hahn, ledig, 
geb. 2. Febr. 1758 in Altdorf,  
gest. 20. Jan. 1819  in Sindlingen"

 

 

Weiterführende Links:

Landeskirche

Heiligenlexikon